Samstag, 16 Dez 2017
 
 
Vaterschaftsanalysen - Fragen und Antworten

 

Wie hoch ist die Aussage-Wahrscheinlichkeit der Vaterschaftsanalyse?
Die genaue Wahrscheinlichkeit hängt von der DNA der untersuchten Personen ab. Die berechnete Wahrscheinlichkeit einer Vaterschaft erfahren Sie mit Ihrem Testergebnis.
Die Wahrscheinlichkeit liegt in der Regel über 99,9% im Falle einer Vaterschaft, bzw. bei 100%, wenn die Vaterschaft ausgeschlossen werden kann.

Ist die Wahrscheinlichkeit von der Art der Probe (Mundschleimhaut, Blut etc.) beeinflusst?
Nein, die Wahrscheinlichkeit der Vaterschaft hängt nur von der genetischen Information in der DNA ab. Die genetische Information liegt in nahezu allen Körperzellen vollständig vor. In Einzelfällen können Blutproben zu falschen Ergebnissen führen, wir empfehlen deshalb Mundschleimhaut-Abstriche.

Darf ich den Test ohne Wissen meines Partner oder der anderen Beteiligten durchführen?

Nein. In Deutschland sind heimliche Tests strafbar. Wer Tests ohne Zustimmung aller Beteiligten (bzw. der Sorgeberechtigten) durchführt, riskiert hohe Geldbußen. Auch können die Labore, die derartige Aufträge annehmen würden, hart bestraft werden. Deshalb können die Anbieter in Deutschland keine derartigen Aufträge mehr annehmen. Außerdem muss die Entnahme der Proben bei einem geeigneten Zeugen erfolgen.

Wie hoch ist die Datensicherheit?

Alle während des Tests anfallenden Daten werden streng vertraulich behandelt und weder für andere Zwecke als den Test eingesetzt noch an Dritte weitergegeben. Die Analysen finden im Delphitest-Labor Regensburg statt. Die Proben verlassen dieses Institut nach postalischem Eingang nicht, sondern werden unmittelbar nach Abschluss des Tests vernichtet. Alle Analyseergebnisse werden ausschließlich auf lokalen Rechnern in gesicherten Räumen gespeichert. Es gilt die gesetzliche Speicherfrist von 30 Jahren.

Wie lange dauert die Durchführung des Tests?
Sobald Ihre Proben im Labor sind, beginnt die Analyse. Diese benötigt in der Regel ca. 10 Werktage, einschließlich der Erstellung des Gutachtens. Anschließend erfolgt unmittelbar die Benachrichtigung per Email, Telefon, Telefax oder Post. Allerdings muss der Auftrag bis dahin vollständig bezahlt sein, da das Ergebnis nur nach vollständigem Zahlungseingang weitergegeben werden kann.
Die garantierte Lieferzeit beträgt 3 Wochen (ohne die Dauer des Versands). Bei Expressbestellung entsprechend kürzer. Die Bearbeitungszeit beginnt nach Eingang der Proben und der Zahlung der Analysegebühr ( Werktagwe sind Montag bis Freitag, ohne Samstag, Sonn- und Feiertage; ohne die Dauer des Versands).

Muss die Mutter des Kindes mit untersucht werden?
Dies ist nicht zwingend erforderlich. Die Untersuchung der Kindsmutter erhöht jedoch die Aussagewahrscheinlichkeit des Tests um das Hundertfache. Deshalb wird empfohlen, wenn möglich die Mutter mit zu testen. Je nach Situation kann aber auf Proben der Mutter verzichtet werden, wenn keine Proben beschafft werden können. Bei minderjährigen Kindern ist aus rechtlichen Gründen meist die Zustimmung der Mutter erforderlich; in diesem Fällen können dann auch in aller Regel problemlos Proben der Mutter mit abgegeben werden.

Ab welchem Alter kann für ein Kind eine Vaterschaftsanalyse durchgeführt werden?
Da für die Analyse keine invasive Probenentnahme (Blut o.ä.) notwendig ist, sondern z.B. ein Abstrich von der Mundschleimhaut genügt, kann die Analyse unmittelbar nach der Geburt durchgeführt werden. Der notwendige Abstrich kann sofort und schmerzlos vorgenommen werden, ohne das Wohlbefinden des Kindes zu beeinträchtigen.

Was kostet eine Vaterschaftsanalyse?
Die aktuellen Preise entnehmen Sie bitte der Preisliste. In den Preisen sind alle Kosten und Steuern sowie das Testset enthalten.
Sollte ein Test fehlschlagen, weil aus den eingesandten Proben keine DNA gewonnen werden konnte, so wiederholen das Labor den Test mit neuen Proben kostenlos.

Welche Proben werden für die Analyse benötigt?
Die Analyse kann mit einem Abstrich der Mundschleimhaut oder Blut durchgeführt werden.

Trifft der Vaterschaftstest Aussagen über (mögliche) Erb-Krankheiten?

Nein. Die Identitätsmerkmale für Vaterschaftstests werden so ausgesucht, dass sie nicht in krankheitsrelevanten Genen liegen. Daher macht der Test auch für einen Fachmann keine Aussagen darüber, ob eine der getesteten Personen eine Erbkrankheit trägt oder an einer Krankheit leidet.
Einzige Ausnahme sind Trisomien, z.B. Trisomie 21.

Können auch andere Fragen nach Verwandtschaftsgrad geklärt werden, z.B. zwischen Geschwistern?
Ja. Insbesondere die Frage, ob Zwillinge ein- oder zweieiig sind, lässt sich durch die verwendete Methodik eindeutig klären. Falls Sie hierzu weitere Fragen haben, wenden Sie sich an die Fachleute von Delphitest.