Montag, 06 Sep 2010
 
 
Vaterschaftsanalysen - Fragen und Antworten

Wie hoch ist die Aussage-Wahrscheinlichkeit der Vaterschaftsanalyse?
Die genaue Wahrscheinlichkeit hängt von der DNA der untersuchten Personen ab. Die berechnete Wahrscheinlichkeit einer Vaterschaft erfahren Sie mit Ihrem Testergebnis.
Die Wahrscheinlichkeit liegt in der Regel über 99,9% im Falle einer Vaterschaft, bzw. bei 100%, wenn die Vaterschaft ausgeschlossen werden kann.

Ist die Wahrscheinlichkeit von der Art der Probe (Mundschleimhaut, Haare, Zahnbürste, etc.) beeinflusst?
Nein, die Wahrscheinlichkeit der Vaterschaft hängt nur von der genetischen Information in der DNA ab. Das einzige Problem bei bestimmten Proben (z.B. Schnuller, Zigaretten) ist, dass die Gefahr von Verunreinigungen durch fremde DNA höher ist oder die DNA-Menge nicht ausreichend ist. Sollte eine Verunreinigung vorliegen, wird dies von uns erkannt, und wir bitten Sie um die Zusendung neuer Proben. Ein fehlerhaftes Ergebnis kann dadurch nicht zustande kommen. Beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass in Deutschland keine heimlichen Tests durchgeführt werden dürfen.

Darf ich den Test ohne Wissen meines Partner oder der anderen Beteiligten durchführen?
Nein. In Deutschland sind heimliche Tests strafbar. Wer Tests ohne Zustimmung aller Beteiligten (bzw. des Sorgeberechtigten, z.B. bei minderjährigen Kindern der eingetragene Vater oder die Kindsmutter) durchführt, riskiert hohe Geldbußen. Auch können die Labore, die derartige Aufträge annehmen würden, hart bestraft werden. Deshaln können die Anbieter in Deutschland keine derartige Aufträge mehr annehmen. Anbieter im ausgewähten anderen Ländern, z.B. in Österreich, dürfen nach dortigem Recht heimlich testen; allerdings könnte ein deutscher Kunde trotzdem nach deutschem Recht bestraft werden.

Wie hoch ist die Datensicherheit?
Alle während des Tests anfallenden Daten werden von uns streng vertraulich behandelt und weder von uns für andere Zwecke als den Test eingesetzt noch an Dritte weitergegeben. Die Analysen finden in unserem institutseigenen Labor statt. Die Proben verlassen unser Institut nach postalischem Eingang nicht, sondern werden unmitelbar vernichtet. Alle Analyseergebnisse werden ausschließlich auf lokalen Rechnern in gesicherten Räumen gespeichert. Auf Antrag werden Ihre Daten vernichtet, ansonsten gilt die gesetzliche Speicherfrist von 30 Jahren..

Wie lange dauert die Durchführung des Tests?
Sobald wir Ihre Proben erhalten haben, beginnen wir mit der Analyse. Diese benötigt in der Regel ca. 10 Werktage, einschließlich der Erstellung des Gutachtens. Anschließend erfolgt unmittelbar die Benachrichtigung per Email, Telefon, Telefax oder Post. Allerdings muss der Auftrag bis dahin vollständig bezahlt sein, da wir das Ergebnis nur nach vollständigem Zahlungseingang an Sie weitergeben können.
Die garantierte Lieferzeit beträgt 3 Wochen (ohne die Dauer des Versands). Bei Expressbestellung liefern wir innerhalb der gewünschten Frist. Die Bearbeitungszeit beginnt nach Eingang der Proben und der Zahlung der Analysegebühr ( Werktagwe sind Montag bis Freitag, ohne Samstag, Sonn- und Feiertage; ohne die Dauer des Versands).

Muss die Mutter des Kindes mit untersucht werden?
Dies ist nicht zwingend erforderlich. Die Untersuchung der Kindsmutter erhöht jedoch die Aussagewahrscheinlichkeit des Tests um das Hundertfache. Deshalb empfehlen wir, wenn möglich die Mutter mit zu testen. Je nach Situation kann aber auf Proben der Mutter verzichtet werden, wenn keine Proben beschafft werden können. Bei minderjährigen Kindern ist aus rechtlichen Gründen meist die Zustimmung der Mutter erforderlich; in diesem Fällen können dann auch in aller Regel problemlos Proben der Mutter mit abgegeben werden.

Ab welchem Alter kann für ein Kind eine Vaterschaftsanalyse durchgeführt werden?
Da für die Analyse keine invasive Probenentnahme (Blut o.ä.) notwendig ist, sondern z.B. ein Abstrich von der Mundschleimhaut genügt, kann die Analyse unmittelbar nach der Geburt durchgeführt werden. Der notwendige Abstrich kann sofort und schmerzlos vorgenommen werden, ohne das Wohlbefinden des Kindes zu beeinträchtigen.

Was kostet eine Vaterschaftsanalyse?
Die aktuellen Preise entnehmen Sie bitte unserer Preisliste. In unseren Preisen sind alle Kosten und Steuern sowie das Testset enthalten.
Sollte ein Test fehlschlagen, weil aus den eingesandten Proben keine DNA gewonnen werden konnte, so wiederholen wir den Test mit neuen Proben kostenlos.

Welche Proben werden für die Analyse benötigt?
Die Analyse kann mit einem Abstrich der Mundschleimhaut oder Sonderproben (Zahnbürste, Fingernägel, Kaugummi, Zigarettenkippen, Blut,...) durchgeführt werden. Da bei diesen Proben aber die Gefahr einer Verunreinigung mit Fremd-DNA gegeben ist, raten wir Ihnen, sich vorher von uns telephonisch beraten zu lassen.

Trifft der Vaterschaftstest Aussagen über (mögliche) Erb-Krankheiten?
Nein. Die Identitätsmerkmale für Vaterschaftstests werden so ausgesucht, dass sie nicht in krankheitsrelevanten Genen liegen. Daher macht der Test auch für einen Fachmann keine Aussagen darüber, ob eine der getesteten Personen eine Erbkrankheit trägt oder an einer Krankheit leidet.
Einzige Ausnahme sind Trisomien, z.B. Trisomie 21.

Können auch andere Fragen nach Verwandtschaftsgrad geklärt werden, z.B. zwischen Geschwistern?
Ja. Insbesondere die Frage, ob Zwillinge ein- oder zweieiig sind, lässt sich durch die verwendete Methodik eindeutig klären. Falls Sie hierzu weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder rufen Sie uns an unter 0941 / 830 56 72..